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Nachrichten Highlights
Australische Archäologen graben eine 5000 Jahre alte
Totenstädte aus
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Ein Team australischer
Archäologen hat sechs bisher unbekannte Gräber auf einem alten
Friedhof in der ersten Ägyptischen Hauptstadt Memphis entdeckt. Die auf
das Jahr 3.000 vor Christus datierten Gräber, wurden in einer 100 Hektar
großen Totenstadt, 25 Kilometer südlich von Kairo entdeckt, die
unter dem Namen Helwan bekannt ist. Sie wurden viele Jahrhunderte vor den
Pyramiden erbaut.
Dr. Christiana Kohler vom Australischen Zentrum für Ägyptologie an
der Macquarie Universität und Direktorin des Projekts sagt:" In
Ägypten ist es heutzutage extrem selten unberührte Gräber aus
einer derart frühen Periode zu entdecken. Nach vier Tagen harter
Feldarbeit wurden meine Bemühungen endlich belohnt." Unter den sechs
Gräbern, befand sich jenes einer reifen Frau, die in einem großen
Holzsarg beerdigt war. Die Anzahl und der Reichtum ihrer Grabbeigaben lassen
darauf schließen, dass es sich um eine wohlhabende Dame des frühen
Memphis gehandelt haben muss. |
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Dr. Kohler erklärt,
dass der bedeutendste Fund ein 30 Zentimeter langes Messer aus Feuerstein war.
"Sehr wenige dieser wunderbar gearbeiteten Messer sind erhalten, und sein
Fund hilft uns, das Grab auf die erste Dynastie des alten Ägyptischen
Reiches zu datieren." Ein anderes Grab enthielt das gut erhaltene Skelett
einer jungen Frau, die zwischen 16 und 18 Jahre alt war, als sie starb. In dem
einfachen Holzsarg hatte ihre Familie Calcit-Kannen, Krüge und Schalen
für Duftöle und Kosmetik, sowie einen Elfenbein Löffel und einen
Spachtel aus Knochen beigelegt. Sie glaubten, dass ihre Tochter im Jenseits
Make-up auflegen und gepflegt leben wolle.
Dr. Kohler berichtet, dass erste Analysen der Leichname durch einen physischen
Anthropologen ergeben haben, dass die Einwohner von Memphis erstaunlich gesund
waren. "Die gute Gesundheit dieser Menschen ist ungewöhnlich, denn
wir betrachten ein vorindustrielles Zeitalter, in dem man normalerweise viele
Kranke findet."
"Aber die Einwohner von Memphis waren alle sehr gut und relativ groß
gebaut. Selbst die durchschnittliche Frau war zwischen 1.65 und 1.75 m
groß." Das frühe Alter der Fundstätte und das Faktum, dass
viele "einfache Leute" auf dem Helwan Friedhof begraben sind,
impliziert, dass keiner der Körper mumifiziert war, erklärt Dr.
Kohler weiter.
"Die Könige dieses Zeitalters scheinen bereits mit Mumifizierung
experimentiert zu haben, aber einfache Bürger, solche über die wir
hier sprechen, haben das noch nicht getan." Nach Beendigung der Arbeit an
der Fundstelle im Januar diesen Jahres arbeitete Dr. Kohler mit ihrem Team
einen Monat lang im Ägyptischen Museum von Kairo, wo sie etwa zweihundert
Schmuckstücke aus Helwan fotografierten und zeichneten. Dies geschah, als
Fortsetzung der Bemühungen Tausende Objekte zu registrieren, die
während der ersten Ausgrabungen des ägyptischen Archäologen Zaki
Zaad in den 40er und 50er Jahren gefunden wurden. Dr. Kohler ist
überzeugt, dass eine eingehende Studie dieser und aktueller Funde ein
detailliertes Bild über Sozialstruktur, Begräbnis-Sitten und
Geschichte des frühen Memphis ergeben wird: "Dies ist eine
große Verantwortung, die ich sehr ernst nehme. Unsere Arbeit ist deswegen
besonders wichtig, weil die Fundstätte durch illegale und
unkontrollierbare urbane Ausbreitung bedroht ist. Wir bewahren sie also vor der
Zerstörung." Erklärt Dr. Kohler. "Was wir versuchen ist die
Rekonstruktion der Anfänge ägyptischer Zivilisation." |
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