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Archäologen entdecken perlenbedeckte Mumie

Sakkara, Ägypten - Archäologen entdeckten 3 Särge und eine außergewöhnlich gut erhaltene Mumie in einem 2.500 Jahre alten Grab, das durch Zufall gefunden wurde. Die Archäologen untersuchten gerade eine andere, viel ältere, Grabkammer, als sie eine Geheimtür, die hinter einer Statue versteckt war, entdeckten und öffneten.

Ein australisches Team erforschte gerade das andere, 4.200 Jahre alte Grab, das wahrscheinlich einem Lehrer König Pepis des II. aus der sechsten Dynastie gehört, als sie eine Doppelstatue verschoben und die Tür entdeckten, berichtet der oberste Altertumsoffizielle Zahi Hawass. Hinter der Tür fand man überraschend ein weiteres, viel jüngeres Grab aus der 26. Dynastie, in dem sich 3 Särge mit je einer Mumie befanden.

"In einem Sarg lag eine der besterhaltenen Mumien, die man je entdeckt hat," sagte Hawass Journalisten am Ausgrabungsort, dem Friedhof von Sakkara - kargen Hängen mit antiken Gräbern rund 15 Meilen südlich von Kairo.

"Die Brust der Mumie war mit Perlen bedeckt. Bei den meisten Mumien aus der Epoche um 500 vor Christus, sind die Perlen in aller Regel komplett verloren gegangen, aber bei dieser Mumie sind sie noch alle vorhanden," erklärt Hawass den Reportern, während er sich über die Mumie beugt, deren Leinenumhüllung mit vielen türkisfarbenen Perlen bestückt ist. Die Identität der Mumien ist noch nicht geklärt, aber das Grab scheint einem mittelständischen Beamten zu gehören.

Hawass erläutert weiter, dass die hölzernen Särge, die man wegen ihrer menschlichen Form Anthropoiden nennt, Inschriften aus der 26. Dynastie und eine Statue einer "Petah Sakar" genannten Gottheit tragen. Petah war der Gott der Handwerker, während Sakar der Gott des Friedhofs war.

Die geheime Tür zu dem versteckten Grab lag hinter der 4.200 Jahre alten Doppelstatue, die wahrscheinlich Meri, den Lehrer Pepi II., und seine Frau, deren Name noch nicht erforscht werden konnte, darstellt. Man vermutet, dass Meri auch die vier heiligen Boote bewacht, die man in den Pyramiden fand. Diese Boote waren Grabbeigaben der ägyptischen Könige, um ihnen im Jenseits zu helfen, erklärt Hawass weiter.

Nach der Uberlieferung war Pepi II. der letzte König der 6. Dynastie, der in einer der längsten Regierungszeiten von 2278-2184 vor Christus das Land beherrschte. Naguib Kanawati, Leiter des australischen Teams von der Sydneyer Macquarine Universität, vermutet, dass die Grabstätte nach der Herrschaft Pepi II. in Vergessenheit geriet und unter 50 Fuß Sand verschwand, bis sie 2.600 Jahre später wieder als Friedhof genutzt wurde.

"Bis zu dieser Zeit wurde die Mumifizierung extrem perfektioniert," sagt Kanawati. Archäologen werden die Mumien eingehend untersuchen, um mehr über den medizinischen Zustand der Leichname zu erfahren. Dies umfasst auch CTs, die erst kürzlich bei König Tutenchamun durchgeführt wurden und deren Ergebnisse in Kürze bekannt gegeben werden, sagt Hawass.


Das Gesicht einer geschmückten Mumie in einem antiken hölzernen Sarg, der die Form eines menschlichen Kärpers hat, wurde am Mittwoch, den 2. März, 2005 in Sakkara im Süden von Kairo gesichtet. Die 2.600 Jahre alte Mumie stammt aus der 26. Dynastie, deren Pharaonen von 672-525 vor Christus herrschten. Australische Archäologen fanden damit eine der besterhaltenen Mumien, die je entdeckt wurden, berichtet der Leiter der ägyptischen Altertümerverwaltung, Zahi Hawass.
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